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Leitung: Marlies Albert, Andrea Schwengeler und Marcel Frank
Teilnehmer: 53 Personen, 3 Kinder und 5 Hunde
Ort: Hotel Entner in Pertisau
Samstag, den 7. Oktober 2006
Eine gutgelaunte Schar Wanderfreunde traf sich am Busbahnhof Winterthur, zur Fahrt mit
Willi Vogelsanger nach Pertisau am Achensee.Es war regnerisch und trüb, als wir über
St. Margrethen und den Arlberg Richtung Tirol fuhren. Aber bei Kaffee und Gipfeli, serviert
vom stehenden Ruedi, liess sich gut reisen. Die Mittagsrast machten wir im Autobahn-
restaurant Trofana bei Imst, einem der wohl schönsten Autobahnrestaurants von ganz
Oesterreich. Am frühen Nachmittag kamen wir bei Regen in Pertisau an. Nach dem
Zimmerbezug schlenderten wir mit offenem Regenschirm rund ums Dorf Pertisau, um uns
mit dem Ort bekanntzumachen. Nachher war je nach Lust und Laune ein Besuch im
Schwimmbad, im Fitnesscenter oder im Tanzcafé angesagt.
Nach dem vorzüglichen Nachtessen wurden wir von Marlies über die Wanderung am
Sonntag orientiert. Danach war gemütliches Beisammensein in der Hotelbar, ein Ver-
dauungsspaziergang, oder ein Besuch im Tanzcafé (Mit Live-Musik) im Programm.
Sonntag, den 8. Oktober 2006
Der Regen hat nachgelassen und Pertisau präsentiert sich im schönsten Sonnenschein.
Nach dem Frühstück machten sich zwei Wandergruppen unter der Leitung von Andrea auf
den Weg nach der Gaisalm. Auf einem schönen und imposanten Weg wanderten wir dem
Achensee entlang und nahmen auf der Gaisalm unser Mittagessen ein. Der Weg ging
weiter über Treppenstufen und immer den Felsen entlang nach Achenkirchen und weiter
nach der Schiffsstation Achenseehof, wo wir mit dem Schiff nach Pertisau zurückfuhren.
Diejenigen, die sich das Treppensteigen ersparen wollten, nahmen bereits von der
Gaisalm oder Achenkirchen das Schiff und kehrten so nach Pertisau zurück.
Die Elitewanderer unter der Leitung von Marcel marschierten von Pertisau zur Seeberg-
spitze, weiter zur Pletzachalm und zurück wieder nach Pertisau.
Nach dem Nachtessen wurde uns der Willkommensapéro im Tanzcafé serviert und wir
wurden von der Hoteldirektorin zusammen mit der Jassgruppe herzlich willkommen
geheissen. Nach der Musik des Tirolers und der Geigerin, die von Marlies und Ruedi für
den Abend engagiert waren, wurde tüchtig das Tanzbein geschwungen bis die Knochen
weh taten.
Montag, den 9. Oktober 2006
Wieder ein wunderschöner Tag. Nach dem Frühschwimmen und dem Morgenessen
wanderten wir durch den Wald und über Alpwiesen nach der Gramaialm. Imposante Berge
säumten unseren Weg und die Sonne verwöhnte uns nach Noten. Nach dem Aussehen
des Flussbettes, durch das unser Weg führte, muss sich vor nicht allzu langer Zeit ein
Unwetter über dieser Gegend entladen haben, denn überall lag viel Geröll in den Wiesen
und im Bergwald herum. Im Bergrestaurant liessen wir uns verwöhnen und ich meinte, nach
dem vielen Tanzen am Vorabend werde ich zur Heimfahrt den Bus benützen. Aber oho!
Von höherer Warte kam der Befehl „ Wer tanzen kann, kann auch laufen“ und so musste
ich den Heimweg wie die andern zu Fuss über die gleiche Route in Angriff nehmen. Wer
vom Wandern genug hatte, konnte auch mit dem Bus wieder nach Pertisau zurückfahren.
Marcel fuhr mit seiner Gruppe mit der Karwendelbahn zum Zwölferkopf und nahm den Weg
zum Stanser Joch unter die Füsse. Weiter gings über den Ochsenkopf, Ochsenkaralm,
Naudersalm zur Gramaialm und von da mit dem Bus mit den Nichtwanderern nach
Pertisau zurück. Am Abend trafen wir uns zum Tirolerabend und erhielten Einblick ins
Brauchtum der heimischen Bevölkerung. Vielfach haben die Tänze einen Bezug zu einzel-
nen Berufsgattungen, wie zum Beispiel die der Bergleute. Es war ein gelungener Abend
der uns alle erfreute.
Dienstag, den 10. Oktober 2006
Heute brachte uns der Bus nach Maurach zur Talstation der Rofanseilbahn. Auf der Berg-
station waren wir überrascht von der wunderschönen Aussicht auf den See und die umlie-
genden Berge. Vor dem Antritt unserer Wanderung durften wir noch Klärlis Geburtstag
feiern, mit Kuchen und Tranksame. Der Weg führte uns leicht abfallend nach der
Dalfazalm, wo wir unser Mittagessen einnahmen. Nach dem Essen führte unser Weg teils
steil und steinig zur Duralm, wo wir eine kurze Rast einlegten. Im gleichen Stil ging es
weiter nach Maurach hinunter und von dort mit dem Bus wieder nach Pertisau zurück.
Marcels Gruppe fuhr mit dem Bus zur Kögelalm und bestieg nur unnütze Berge. Als ersten
bestiegen sie den Vorderunnütz, dann den Hochunnütz, dann den Hinterunnütz, dann klet-
terten sie zum Adlerhorst und machten anschliessend den Abstieg nach Achenkirch, wo
sie der Bus wieder abholte.
Wer einen wanderfreien Tag erleben wollte, machte mit Willi Vogelsanger mit dem Bus
einen Ausflug nach der Ahornalm.
Mittwoch, den 11. Oktober 2006
Das heutige Wanderziel von Marlies war die Ahornalm. Der Bus brachte uns zur Gernalm,
wo wir uns von Andrea verabschiedeten, die mit der ersten Gruppe von der Gernalm
wieder zurück nach Pertisau marschierte. Die zweite Gruppe nahm den Aufstieg zum
Plumssattel in Angriff. Bei der ersten Rast konnten wir aus nächster Nähe eine Gämse
beobachten. Auf dem Plumssattel machten wir Mittagsrast und bewunderten die wunder-
schöne Aussicht, die man von hier oben geniessen konnte.
In der Plumsjochhütte gabs einen WC- und Getränkehalt. Wie das ja sein muss an einem
Ort, der so heisst, war im WC auch folgender Spruch zu lesen:
Da plumpst Du am Plumsjoch ins Plumsloch,
und mit deinem Popo ins Plumskloo!
Berg heil!
Danach gings auf einem sanft abfallenden Weg und weiter unten einer Fahrstrasse ent-
lang zur Ahornalm, wo wir uns verpflegten und auf Marcel warteten, der mit seiner Gruppe
via Falzthurntal- Bärenlahnersattel - Sonnjoch - Gramajoch - Binsalm - Grosser Ahorn-
boden, ebenfalls wieder zu uns stiess. Gemeisam brachte uns Willi mit dem Bus via
Hinterriss,Vorderriss, dem Sylvenstelnsee entlang nach Achenkirch und zurück zum Hotel.
Wer sich heute einen freien Tag machen wollte, schloss sich der Jassgruppe an und
machte einen Ausflug ins Zillerthal nach Meierhofen, oder benutzte den Kleinbus zu einer
Besichtigung des Swarovski - Werkes in Wattens.
Donnerstag, den 12. Oktober 2006
Heute benutzten wir die Karwendelbahn und liessen uns auf den Zwölferkopf bringen.
Oben auf dem Gipfel angelangt, wurden wir von einer überwältigenden Rundsicht über-
rascht. Und noch eine Ueberraschung wartete auf uns : Wir feierten gemeinsam den
Geburtstag von Susy und wurden mit einem Apéro verwöhnt.
Danach trennten wir uns und nahmen mit Marlies den Abstieg via Tunnelweg - Rodelhütte
- Dristenautal nach Pertisau unter die Füsse. An einem idyllischen Plätzchen nahmen wir
das Mittagessen ein und stiessen nochmals mit Susy an und bekamen dafür zum Dessert
feinen Kuchen. Diejenigen, die nun genug vom Marschieren hatten, gingen direkt ins Hotel
zurück, die andern absolvierten eine Zusatzschlaufe durch den schönen Tannenwald. Der
Heimweg wurde mit einem Restaurantbesuch und mit Einkaufen abgeschlossen.
Andrea ging mit ihrer Gruppe weiter via Bärenbadalm - Weissenbachsattel - Weissen-
bachalm - Weissenbachthal nach Maurach und mit dem Bus zurück nach Pertisau.
Marcel liess sich mit seiner Gruppe mit dem Kleinbus nach Naschberg bringen und wan-
derte über den Hornboden - Widersbergerhorn - Standkopf - Hamberg nach Hart im
Zillertal wo sie der Bus wieder abholte.
Auch heute hatten diejenigen, die nicht wandern wollten, die Möglichkeit, mit dem Bus
einen Ausflug zum Tegernsee zu machen.
Freitag, den 13. Oktober 2006
Wieder erwartet uns ein sonniger Morgen. Wir besteigen Willis Bus und lassen uns nach
Hart im Zillertal chauffieren. Willi brachte uns hoch hinauf zum Ausgangspunkt unserer
Wanderung, so hoch, dass selbst der Bauer und seine Kühe ihren Augen nicht trauten,
denn hier hatten sie wohl noch nie eine Reisegruppe aussteigen sehen.
Ueber eine ruhige Fahrstrasse wanderten wir an blumengeschmückten Bauernhäusern
vorbei nach Oberhart - Bruckerberg - Bruck am Ziller wo wir die Mittagsrast hielten.
Danach überquerten wir das Zillertal und kamen so nach Strass, wo uns Willi wieder in
Empfang nahm und nach Jenbach brachte. Dort bestiegen diejenigen, die eine Schüttel-
massage nötig hatten, die Dampfbahn nach Maurach - Seespitz. Dort war Willi wieder zur
Stelle und führte uns zurück zum Hotel.
Marcel liess sich mit seinen Leuten mit der Seilbahn zur Erfurterhütte hochfahren. Weiter
gings zum Hochiss dann nach dem Streichkopf - Steinernes Tor - Dalfazalm nach Maurach
und mit dem Bus wieder zurück ins Hotel.
Auch heute war ein Ausflug mit dem Bus zu einer Kerzenfabrik und nach Rattenberg im
Programm, sodass auch die Nichtwanderer auf ihre Rechnung kamen.
Am Abend trafen wir uns im Tanzcafé zur Verabschiedung und um allen unsern Helferinnen
und Helfern dankeschön zu sagen, die uns diese schöne Woche beschert haben. Mit lau-
nigen Worten entliess uns auch die Hoteldirektorin wieder in den Alltag, mit der Hoffnung,
dass wir vielleicht wieder einmal bei ihr vorbeischauen werden. Mit einem Tänzchen zur
vorzüglich spielenden Hauskapelle, beendeten wir den schönen Abschlussabend.
Samstag, den 14. Oktober 2006
Eine wunderschöne Ferienwoche geht zu Ende.
Wir haben ein schönes Hotel bewohnt, haben vorzüglich gegessen und die Kameradschaft
gepflegt. Sogar Petrus hat uns mit schönem Wetter die ganze Woche über verwöhnt.
Selten waren an einer Wanderwoche so viele Variationsmöglichkeiten vorhanden. Es
kamen alle auf ihre Rechnung, dank dem glücklichen Umstand, dass Marlies zwei Busse
einsetzen konnte. Alle Teilnehmer der Wanderwoche möchten Marlies, Andrea und
Marcel, Willi, Ruedi und Kurt, selbstverständlich auch der Hotelmannschaft samt ihren
Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz herzlich danken und hoffen, dass wir noch manch
schöne Ferienwoche im Kreise der Naturfreunde verbringen dürfen. Danken möchte ich
auch den Geburtstagskindern für den Apéro, Guetzli etc.,
Bei Regenwetter besteigen wir den Bus, der uns wieder nach Winterthur zurückbringt.
Nach dem Passieren des Arlbergtunnels schien aber schon wieder die Sonne. Den
Zwischenhalt schaltete unser Chauffeur im Autobahnrestaurant Hohenems ein und am
frühen Nachmittag treffen wir wohlbehalten wieder zu Hause ein.
Mit herzlichem Berg frei!
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