Besuch beim Drehorgelbauer Raffin
in Überlingen
am 31. Januar 2003
letzte Überarbeitung: 30.10.2004 / 23:05 Uhr
Naturfreunde der Sektion Winterthur und Region Glattal haben sich die
Herstellung der Drehorgeln angeschaut. Mit 2 Kleinbussen fuhren wir um
ca. 13 Uhr vom Archplatz ab.
Das Wetter war eher trüb und wir waren schon eine Strecke von
Winterthur entfernt, als uns die Sonne mit ihrem hellen Schein beglückte.
Wir fuhren in Richtung Schaffhausen, wo noch 2 Gäste nämlich Lotti und
Jan zustiegen. Hinter der Landesgrenze schwenkten wir Richtung
Überlingen ein. Nach einer kurzen Ortsrundfahrt erreichten wir das
Orgelbauunternehmen Raffin. Von Herrn Raffin wurden wir herzlich mit
einem Apero empfangen. Es war genügend Wein vorhanden, so dass
niemand Durst leiden musste. Wir durften auch noch einige Tuttlinger
Naturfreunde begrüssen, die zu uns gestossen sind.
Zu Beginn führte uns Herr Raffin in die Firmengeschichte ein. Wir hörten
ausführlich wie die Anfangsschwierigkeiten gemeistert wurden. Zuerst
wurden Orgelreparaturen ausgeführt. Als Orgelbaumeister begann Herr
Raffin mit einer Eigenkonstruktion, die mittels Lochband gesteuert wird.
Wie die Luft den Orgelpfeifen zugeführt wird, wurde uns mittels
Schaubildern erklärt. Es muss hier nicht extra betont werden, dass die
Orgel eine Präzisionsarbeit ist Die Erklärungen der mechanischen Seite
ist immer mit kurzer Orgelmusik demonstriert worden. Da mehrere
Orgeltypen hergestellt werden, durften wir auch die Orgeln mit
grösserem Klangvolumen lauschen. Als Herr Raffin alle Register zog,
waren wir begeistert und unser Applaus bestätigte das. Besonders zu
erwähnen ist eine Neukonstruktion, die Flötenuhr. Es ist eine Uhr mit
Glockenschlag und Orgelmusik. Diese wird nicht mit Lochband, sondern
elektronisch gesteuert, mit einer grossen Auswahl an Musikstücken. Das
"Ave Maria" mit 2 Orgeln, gespielt von Herrn Raffin und Herrn Engesser
bildeten den Abschluss in der oberen Werkstatt. Danach stiegen wir ins
Kellergeschoss hinunter. Auch hier sahen wir eine Orgel, die einiges
grösser war als die auf Handwagen montiert den Drehorgeln. Sie war
auch lochbandgesteuert, dazu aber mit vielen technischen Hilfsmitteln
ausgestattet. Elektrotechnik und Elektronik haben hier Einzug gehalten.
Beeindruckend sind die vielen Klangfarben und das Volumen. Zum
Abschluss lauschten wir den Marsch "alte Kameraden".
Den beiden Chauffeuren möchten wir ein herzliches Dankeschön sagen,
dass sie uns gut nach Winterthur zurückgebracht haben. Und vielen
Dank an Fritz, das Du uns den Besuch ermöglicht hast.
Siegfried Rombschick
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